• Risiko Hundetransport im Auto

    JULIUS-K9 ist eine ungarisch-österreichische Aktiengesellschaft, welche sich seit 1997 auf die Entwicklung und Produktion von Hunde- und Sportausrüstungen spezialisiert hat.
    Gemeinsam mit ihrem größten deutschen Partnerverein, dem K-9® Suchhundezentrum startet JULIUS-K9 nun eine Informationskampagne, um Hundehalter über die Gefahren des Hundetransports in Autos aufzuklären.
    Mit dieser über das ganze kommende Jahr laufenden Kampagne wollen JULIUS-K9, als führender Entwickler von Hundeausrüstungen und das K-9® Suchhundezentrum, dessen ausgewählte Fachkräfte sich neben der Personensuche auch auf die Suche nach vermissten Tieren spezialisiert hat, auf die Gefahrenquellen beim Hundetransport im Fahrzeug hinweisen, sowie die Möglichkeiten zur Vermeidung dieser aufzeigen.

    Die zur Zeit geltenden gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf den Haustiertransport im Auto bezeichnen den Hund lediglich als „Ladung“. Die Vorschrift zur korrekten Ladungssicherung für Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner im Auto mitnehmen wollen, finden sich in §22 der StVO., Absatz 1 wie folgt:

    „Die Ladung ist so zu verstauen, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm verursachen kann.“

    JULIUS-K9 und das K-9® Suchhundezentrum sind nun der Meinung, dass unsere Hunde in der heutigen Gesellschaft längst die Rolle von „Partnertieren“ einnehmen. So sind sie auch beim Autofahren selbstverständlich Mitfahrer geworden. Deshalb scheint es auch wichtig, diese gemeinsame Zeit im Fahrzeug etwas genauer zu betrachten.

    Unsere vierbeinigen Freunde sind natürlich Bewegungstiere, welche den zu Verfügung stehenden Platz auch gerne nutzen: so springen sie gerne auf die vorderen Sitze und stören die Konzentration des Fahrers oder nehmen ihm gar die freie Sicht. Sie bedeuten also für Fahrer und Mitreisende ein höheres Unfallrisiko als normale „Ladung“.
    Die Aktion „Hundetransport im Auto“ stellt daher die oft verharmlosten Mitfahrgewohnheiten unserer im Passagierraum beförderten Lieblinge in den Fokus, wie etwa „auf den Schoss des Herrchens kriechen“, „in den Fußraum klettern“ oder „sich auf dem Vordersitz umschauen“.

    Alexandra Grunow, die Leiterin des K-9® Suchhundezentrums, welches sich auch um die Suche nach vermissten Tieren kümmert, weist mit Nachdruck darauf hin, dass im Schnitt jede Woche ein Tier aus dem Auto ausbüchst: „Kaum öffnet der Fahrer seine Autotüre, saust der Hund hinter ihm über den Sitz hinaus.“ Die Suche nach einem Hund in unbekanntem Gebiet kann sich oft wochenlang hinziehen, bis der Besitzer seinen Liebling wieder in die Arme schließen kann. Nicht selten endet der unnötige Blitzausflug auf die Straße auch tödlich. „Dabei wäre es mit einer Sicherung im Auto so leicht zu verhindern, dass der Hund bei offener Tür das Fahrzeug unbemerkt verlassen kann,“ ersucht Grunow die Hundebesitzer um mehr Achtsamkeit. „Viele Einsätze würden uns so erspart bleiben.“
    Als sicherste Möglichkeit gilt der Transport in einer geschlossenen Box, wie es bei Suchhunden in den meisten Fällen geschieht. Trotzdem landen die Hunde immer wieder im Eifer eines eiligen Einsatzes auf dem Rücksitz. Und selbst ein bestens ausgebildeter Hund stellt eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar, wenn wir seine Bewegungsmöglichkeiten im Passagierraum nicht einschränken.

    Die Sicherung des Hundes auf dem Rücksitz kann mit speziellem Zubehör geschehen, welches in den Sicherheitsgurt des Autos eingefädelt oder ins Gurtschloss gesteckt wird, diese sind mit den Hundegeschirren kompatibel.
    Die Hundefachkräfte betonen, dass die Befestigungen mit einem Gurt an den hinteren Sitzen zwar den Sicherheitsansprüchen des §22 der StVO. gerecht werden, jedoch etwa bei einem Frontalzusammenstoß keineswegs als lebensrettende Ausrüstung betrachtet werden können.

    Die Gesetze der Physik sind hier unbarmherzig: das Gewicht eines Hundes vervielfacht sich bei einem Frontalaufprall eines 50 km/h schnellen Fahrzeugs um mehr als das 20-fache. Wenngleich die JULIUS-K9® Hundegeschirre, die aus schweizerischen und deutschen Materialien hergestellt sind, eine solche Extrembelastung locker wegstecken, so bedeutet dies für den Hund ein oft lebensgefährliches Verletzungsrisiko. Weltweit arbeiten Entwickler von Hundegeschirren und Hersteller von Hundeboxen an der Lösung dieses Problem, natürlich bleibt auch Deutschland diesem Wettbewerb nicht fern.

    Im Rahmen der Kampagne „Hundetransport im Auto“ in der Zentrale des K-9® Suchhundezentrums werden mehrmals im Laufe des Jahres 2018 neue Hundegeschirre und Zubehör vorgestellt, die beim sicheren Transport unserer Lieblinge behilflich sein können. JULIUS-K9 hat zur Zeit für die vierbeinigen Beifahrer noch kein Sicherheitsgeschirr auf dem Markt, die Produktionsverfahren dazu befinden sich allerdings schon in der Entwicklungsphase.